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9 Tage ohne Wasser

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Die letzte Septemberwoche habe ich an der dänischen Nordseeküste verbracht. Sieben Tage Nichtstun mit der Familie. So was kann... auch gutgehen. ;) Oben an der Nordseeküste gibt es Unmengen an Wildrosen, die jetzt in weiß und violett blühen. Und sie hängen voller Hagebutten. Schmecken weniger "hagebuttig" als die kleinen Früchte, die etwa bei unserer Mittagspausen-Brücke in Neukölln wachsen, sind dafür aber viel saftiger. Eigentlich wollte ich welche mitbringen für die Aussaat, hab ich dann aber doch nicht. Immerhin gibt es auch hierzulande Wildrosen in Hülle und Fülle. Außerdem weiß ich noch gar nicht, wieviel Platz ich in meinem Garten (ich ziehe um) haben werde. Dänemark also. Schöne Landschaft, viel Ruhe, nur du, das Rauschen des Meeres und dein Tinnitus. Das hat für meine Pflanzen zu Hause bedeutet: 9 Tage ohne Wasser. Na ja, nicht ganz. Sie wurden davor ja noch einmal ordentlich gegossen. Ich hatte überlegt, die Wollfaden-Nummer zu machen. Ab...

Basilikum-Samen ernten

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Basilikum habe ich in diesem Jahr ja in Massen. Ich habe meine drei Hauptpflanzen aus dem letzten Jahr durch Kopfstecklinge verfielfacht, ein paar der neuen Pflanzen verschenkt, viel Basilikum gegessen (entweder direkt vom Strauch oder in den Salat geschnippelt) und viel Freude mit dem Anblick der Pflanzen gehabt. Was ich noch nicht ausprobiert hatte, ist, Basilikumsamen zu ernten. Generell hat sich meine Meinung zu Basilikum sehr gewandelt. Früher hielt ich die Pflanzen für Bitches: immer zickig und gehen sofort ein, nachdem man sie (in Töpfen) gekauft hat. Heute halte ich sie für so ziemlich das einfachste, das man auf dem Fensterbrett aufziehen kann. Sie vertragen (auch hinter der angekippten Fensterscheibe) die pralle Südsonne, sind aber auch mit Halbschatten einverstanden, relativ robust gegen Schädlinge, lassen sich kinderleicht über Stecklinge - sowohl über das Wurzeln im Wasserglas als auch über das direkte Einpflanzen - vermehren und benötigen eigentlich nur reg...

August-Tomaten

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An einem Samstag im August... So fangen bestimmt die besten Stories an. Außerdem heißt so ähnlich ("An einem Sonntag im August") auch ein Café im Prenzlauer Berg. Oder zumindest gab es vor tausend Jahren einmal eines, das dort so hieß. Ich hab keine Ahnung, ob es das noch gibt. Jedenfalls, an einem Samstag im August, genauer: am 12., saß ich gerade vor meinem faul beim Lieferanten bestellten Salat und dachte mir, dass man aus den Kernen in einer Tomate eigentlich auch direkt neue Tomaten basteln können müsste. Und weil sich so etwas ja ausprobieren lässt, habe ich sofort ein neues Projekt ins Leben gerufen: August-Kirschtomaten Ich hatte schon einmal Tomaten am Fensterbrett. Die hatte ich vor Ewigkeiten, auch im August, zum Geburtstag geschenkt bekommen. Die kamen in einer "Cola Dose" und funktionierten so: Deckel auf, Wasser rein, abwarten, Tee trinken, zwischendurch immer mal gießen, und ab Ende September lecker Tomaten essen. Und im Oktober das Ding ...

Dill im Indoor-Garten

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In meiner Kindheit verbrachten mein Bruder und ich alle Ferien bei meiner Oma. Die hieß Hedwig, wohnte in einer beschaulichen Siedlung am Rande der Stadt Grabow in Mecklenburg und war die unangefochtene Matriarchin der Familie. Und ihres Gartens. Sie hatte einen riesigen Garten, und ich hatte ihn gehasst. Vor allem wuchs darin Unkraut - das dachte ich damals zumindest. Tatsächlich war der Garten ein gigantisches Line-up aus Reihen von Erdbeeren, Rharbarber, Himbeeren, Stachelbeeren, Bohnen, Erbsen, Möhren, Radieschen, Dill und anderen Dingen, die gern von unten nach oben wachsen. Ach, und Tomaten natürlich. Tomaten im Gummizelt; wie kann ich die vergessen. Was ein Gummizelt ist? Das ist ein Treibhaus, das mit Holz und durchsichtiger Plastikfolie hochgezogen wird. Ist schnell aufzubauen, preiswert und macht seinen Job sehr gut. Ich glaube, Volker (mein Onkel) und/oder Opa Arthur haben die Dinger jedes Jahr in Schuss gehalten. In so einem Gummizelt stieg die Temperatur gern über 30°C, u...